Das Volksfest

Volksfeste sind die klassischen Veranstaltungen "für die ganze Familie" und das oft schon seit Jahrhunderten und für Jahrzehnte. Sie beruhen oft auf regionalen oder kirchlichen Brauchtümern und Seltsamheiten, sind in der Regel kostenlos im Eintritt und haben nicht selten Rummelplatzcharakter.

Da geht man als Kind hin zum Karussel fahren, Schiffe gucken oder sich schminken lassen, erlebt als Jugendlicher die ersten Vollräusche und jubelt dabei einer Band zu, die ihre Einzigartigkeit daraus bezieht, dass man jemanden kennt, der da mitspielt.

Danach folgt die Verweigerungsphase, in der der fernste Planet näher ist als der Besuch einer solchen Spießerveranstaltung, bei der seit Jahrzehnten immer das gleiche passiert.

In der nächsten Lebensphase kann es geschehen, dass man entweder den eigenen Kindern das Karussel / Schiff zeigen will über den Flohmarkt schlendert oder sich mit Freunden und Bekannten spaßeshalber mal wieder im Festzelt trifft - wo man sich dann für die nächsten Jahre einrichtet, denn man kennt es ja alles, und das ist gut so. Und man ist ja im Grunde schon immer hingegangen.

Mit dem höheren Alter werden die Besuche seltener ("Ach, is schon wieder? War nicht erst?"). Man hat ja eh alles schon gesehen. Aber zu der Coverband, die auf der Bühne des lokalen Radiosenders spielt, geht man gerne, denn die spielt die Hits, die man früher im Original gesehen hat, als damals die eine Band mal auf dem Volksfest gespielt hat ... damals ...

Ganz typische Vertreter des Mega-Volksfestes sind das Oktoberfest, der Freimarkt in Bremen oder die Cranger Kirmes in Herne. Riesengroß & Riesenrad.

Doch viel öfter geht es klein und gemütlich zu, denn Volksfeste im weitesten Sinne können auch sein: Dorf- und Weinfeste, Jahr- Vieh- und Weihnachtsmärkte sowie Ostern, Silvester und Public Viewing.

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